Bericht vom Stuttgarter Regionalgruppentreffen


Bei einem Besuch der EnBW am 28.02.2011 stellte Tilo Stark, bisheriger Sprecher des Stuttgarter Stammtisches, seine Nachfolgerin Babette Luckert vor. Sie wird ab sofort die Koordination des Stammtisches übernehmen. Babette Luckert arbeitet für die Robert Bosch GmbH im Bereich Diversity-Management. Sie ist Absolventin des ersten Bachelor-Jahrganges und wird so sicher neue Impulse für den Stammtisch in der Region Stuttgart liefern können. Wir freuen uns auf die nachfolgenden Generationen Konstanzer Politik- und Verwaltungswissenschaftler, die bisher wenig vertreten waren.


Die Veranstaltung im Hause unseres Kommilitonen Dr. Wolfgang Bruder, der in seiner Funktion als Vorstand der EnBW Regional AG die Besichtigung des Gebäudes ermöglichte, bot einen unterhaltsamen und interessanten Abend. So durften wir uns bei der Hausführung bei der EnBW davon überzeugen, dass sich das neue Verwaltungsgebäude in Stuttgart-Fasanenhof bautechnisch
auf dem neuesten Stand der Technik befindet und sich mit Hilfe geothermischer Energie selbst versorgt. Nach der Hausführung berichtete uns Dr. Bruder eloquent und aus energiepolitischer Perspektive sehr interessant, über die zukünftigen Herausforderungen der baden-württembergischen Energiepolitik. Der Gesetzgeber verlangt für die erneuerbaren Energien Vorrangeinspeisung, allerdings wird in den ideologisch geführten Energiedebatten oftmals übersehen, dass Energie (noch) nicht speicherbar ist, wie Bruder referierte. Das bedeutet, dass die Erzeugung von Strom und der Verbrauch jederzeit ausgeglichen werden muss. Dies ist eine der Aufgaben der EnBW und nennt sich im Fachjargon "Lastmanagement".


Um die Versorgung großer Verbraucher, also der Industriekunden, sicher zustellen müssen dafür die Kraftwerkskapazitäten und die Transportnetze ausgebaut werden. Jedoch erschwert die zunehmende Netzeinspeisung erneuerbarer Energien das Lastmanagement für die EnBW und natürlich auch für die Stadtwerke. Die Folge wird sein, dass das Angebot immer volatiler wird und an der Energiebörse in Leipzig zeitweise Negativpreise bezahlt werden müssen, um die Nachfrage nach Strom zu bedienen. Deswegen ist unser Kommilitone Dr. Bruder sehr daran interessiert energiepolitische Debatten vorurteilsfrei und undogmatisch zu führen. Und genau daran liegt die Chance für eine gemeinsame und zukunftsorientierte Energieversorgung zwischen dem großen, vertikal integrierten Verbundnetzbetreiber wie EnBW und unseren viel kleineren Stadtwerken. Ziel ist auch in Zukunft preisgünstige, sichere und vor allem umweltverträgliche Energie für die baden-württembergischen Verbraucher bereit zustellen. Damit könnte Baden-Württemberg in besonderer Weise den hochgesteckten, klimapolitischen Zielen der Bundesregierung bis zum Jahr 2050 Rechnung tragen.


Unser Dank gilt auch unserem Kommilitonen Dieter Rommel, dessen ganz persönliche Art und seine guten Kontakte zu seinen Studienkollegen diesen interessanten Abend für unseren Stammtisch möglich machten. Es ist immer wieder schön in unserem Kreis unterhaltende und anregende Gespräche zu führen und darüber hinaus alte und neue Gesichter unserer Fakultät zu treffen. Gerade solche Termine, wie am vergangenen Montag bei der Energie Baden-Württemberg, lassen unsere besondere Verwalterkultur und seinen Netzwerkgedanken leben. Dafür möchten wir allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen herzlich danken.

 

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